Labormethoden der Paläontologie

Veranstalter: Helmut Willems, Michal Kucera, Jens Lehmann

Inhalt:

An Beispielen aus der Erdgeschichte (z.B. devonische Riffe, Schreibkreide, Sammlungsmaterial aus dem Archiv) werden diverse Fertigkeiten vermittelt, die entweder für die paläontologische Forschung relevant sind und Anwendung finden, oder für die Darstellung wissenschaftlicher Inhalte in der Berufspraxis von Belang sind. Dieses kann von der geologisch-paläontologischen Probennahme im Gelände oder an Bohrkernen, über die Aufbereitung von Probenmaterial im Labor bis hin zum Erlernen von Dokumentationstechniken von Fossilien oder deren Mikropräparation (micropreparation workstation) reichen. Zur Aufschlussdokumentation, Profilaufnahme und Methoden der Beprobung können 1-2 tägige Exkursionen am Semesteranfang durchgeführt werden, oder es wird bereits vorliegendes Material genutzt. Über das Semester hinweg findet dann die Einweisung in verschiedene weiterführende Aufbereitungs- und Dokumentationsschritte statt: Nasspräparation zur Extraktion von Mikrofossilien aus dem Sediment, Dünnschliffherstellung, Makrofossil-Präparation und digitale Bilderstellung (Dünnschliffe, Mikro- und Makrofossilien) und deren Weiterverarbeitung. Desweiteren werden Einführungen in Methoden zur Probenauswertung gegeben (z.B. palynologische Verfahren, Lichtmikroskopie, Elektronenmikroskopie, Kathodenlumineszenz-Mikroskopie). Auch die Weiterverarbeitung von Fotos bis hin zum Einpflegen in digitale, multifunktionale Bildarchive kann erfolgen. Der Kurs schließt mit der Vorstellung eines Posters oder einer Power-Point-Präsentation ab, wobei die jeweiligen Aufbereitungsmethoden, Auswertungsergebnisse oder Dokumentationen an den verschiedenen Prüfungsstücken erläutert werden.



Kompetenzen:

Nach Abschluss der Veranstaltung wissen die Studierenden, wie sie je nach wissenschaftlicher Fragestellung unter paläontologischen Gesichtspunkten unterschiedlich erhaltene Sedimentgesteine zu präparieren haben. Sie können die Ergebnisse den anderen Teilnehmern und den Dozenten in einem Vortrag oder einer Posterpräsentation vorstellen.

Bewertung:

Aufnahme von Proben im Gelände oder aus vorhandenem Sammlungsmaterial, Präparation des Probenmaterials, Präsentation der Ergebnisse in einem Seminarvortrag (Poster oder Power-Point)


Prüfungsform:

Seminarvortrag

Literatur:

Wissing, F.-N. & Herrig, E. (1999): Arbeitstechniken der Mikropaläontologie. Verlag Enke.


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