Habilitationskolloquium


Montag, 04. November 2013 - 17:15 Uhr
GEO-Gebäude, Raum 1550 (Hörsaal)
Dr. Vera Schlindwein


Unterschiedliche Gletschertypen in Ostgrönland (Fotos: V.Schlindwein)




Eisbeben: Signalvielfalt und Warnsignale?

Ich möchte versuchen, in meinem Habilitationsvortrag eine allgemein verständliche Einführung in die Welt der Eisbeben zu geben. Zunächst werde ich erläutern, was man unter Eisbeben versteht. Eisbeben sind mehr als nur Erdbeben im Eis. In aller Regel sind sie nicht auf einen Scherbruch in sprödem Material zurückzuführen. Ich werde bildhaft unterschiedliche Gletschertypen (Abb.1) vorstellen und mögliche seismogene Prozesse beleuchten.
Im zweiten Teil des Vortrags werde ich anhand einiger Eisbeben Beispiele die Vielfalt der Eisbebensignale und der zugrunde liegenden Quellprozesse illustrieren. Besonderes Augenmerk soll dabei den 2003 entdeckten sogenannten glazialen Erdbeben gelten. Das sind große Eisbeben mit Magnituden um 5, die bevorzugt an grönländischen Gletschern entstehen und weltweit aufgezeichnet werden können.
Der dritte Teil des Vortrags widmet sich schließlich der Frage, ob aus Eisbeben auf die Dynamik von Gletschern geschlossen werden kann und insbesondere, ob klimabedingte Veränderungen des Gletscherverhaltens in der Eisseismizität Ausdruck finden.






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